ABM im Zwickauer Hilfe Zentrum e.V. (ZHZ)



Lisa Ruffert vom Zwickauer Hilfe Zentrum (ZHZ) in Wilkau-Haßlau regte an, dass die Aufarbeitung der Zwangssterilisation und Euthanasie durch Kräfte der Arbeitsbeschaffungsmaßnahme (ABM) unterstützt werden könnte. Sie könnten die Recherchearbeiten, die Dateierfassung und die Logistik der Ausstellungen übernehmen. Die Trägerschaft würde der Verein des ZHZ übernehmen. 2005 wurde ein Antrag an die Beschäftigungsförderung Zwickau gGmbH (BFZ) gestellt und er wurde genehmigt. Seit April 2005 konnte Steffi Mann für ein Jahr diese wichtige Arbeit übernehmen. Seit Mai 2006 sind Cornelia Sommerfeld und Bernd Zilinski im ZHZ. Der Verein wurde dadurch zu einem wichtigen Kooperationspartner bei der Aufarbeitung dieses Nazi-Verbrechens. Er bildet das juristische Dach für eine Opfererfassung in der Region.
Die Arbeit steht unter dem christlichen Anspruch: "Tu deinen Mund auf für die Schwachen".
So wurde es möglich, dass systematisch immer mehr Opfer bekannt und auf einer Datei erfasst werden. Die Opfer erhalten nicht nur ihren Namen, sondern wenn es durch ein Bild möglich wird, auch ihr Gesicht zurück. Sie werden gewürdigt.
Es ist eine "lokale Opfererfassungstelle" entstanden.

3.748 Opfer konnten bisher in einer Datei erfasst werden.

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Das Projekt wurde bis Mai 2008 durch ABM-Maßnahmen weitergeführt.